Lass dich nicht in Worten und Ideen fangen; praktiziere direkt
Menschen versuchen, die Welt durch Religion und Philosophie, Ideen und geschriebene Worte zu deuten. Diese Rahmen können einen Weg des Studiums öffnen, aber wenn wir nur in ihnen gefangen bleiben, kann leicht ein Geist wachsen, der andere beurteilt und trennt.
Die Lehren, keine Worte und Buchstaben festzulegen und direkt auf den menschlichen Geist zu zeigen, bedeuten nicht, dass wir Worte wegwerfen sollen. Worte sind Zeichen, die auf den Weg hinweisen. Aber wenn wir nur das Zeichen festhalten und den Weg nicht wirklich gehen, können wir den Geist nicht direkt sehen.
Egal wie oft wir das Wort Feuer wiederholen, der Körper wird nicht warm. Egal wie oft wir das Wort Reis auswendig lernen, der Hunger verschwindet nicht. Genauso kommt Leiden nicht zur Ruhe, nur indem man Lehren erklärt und vergleicht.
Entscheidend ist, direkt zu praktizieren. Wir müssen sehen, wie der Geist erschüttert wird, untersuchen, wie Unterscheidung entsteht, und versuchen, die heutigen Worte und Handlungen zu ändern. Dann wird die Lehre nicht zu Wissen im Kopf, sondern zu Kraft im Leben.
Lege heute für einen Moment die Worte und Urteile ab, die du festhältst, und setze eine Lehre konkret in die Tat um. Praxis beginnt dort, wo wir den Geist direkt sehen.
Worte und Ideen sind nur Zeichen, die auf den Weg hinweisen. So wie das Wort Feuer den Körper nicht wärmen kann, erhellen Lehren den Geist und lindern Leiden nur, wenn sie direkt praktiziert werden.