Wort des Tages

Mitgefühl, das ohne Diskriminierung strahlt

2026 . 01 . 02

Die heutige Lehre beginnt mit einer Stelle, in der der Buddha die geistigen Fähigkeiten der Praktizierenden durch einen Vergleich erklärt. Manche Menschen wenden ihren Geist schon um, sobald sie auch nur einen kleinen Klang hören. Andere brauchen einen etwas näheren Anstoß, bevor sie sich bewegen. Wieder andere finden ihre Richtung erst, wenn es ein deutliches Erwachen gibt. Auch im Geist der Praktizierenden gibt es solche unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Tiefen.

Doch das Mitgefühl des Buddha trennt oder stößt niemanden wegen dieser Unterschiede weg. Ob die Fähigkeit hoch, mittel oder gering ist: Die Lehre und das Mitgefühl erreichen alle gleichermaßen, so wie die Sonne jeden Ort bescheint. Die Geschwindigkeit des Verstehens mag verschieden sein, aber das Mitgefühl, das man empfangen kann, unterscheidet nicht.

Auch dort, wo wir eine Dharma-Rede hören, kann einer sofort erwachen, ein anderer langsam verstehen, und wieder ein anderer eine Zeitlang gar nicht verstehen. Doch dieser Unterschied ist kein Makel, der verworfen werden müsste. Er ist die Bedingung, von der aus wir dort, wo wir jetzt sind, neu beginnen können. Wichtiger als der Vergleich ist, sich aufrichtig nach dem zu bewegen, was ich jetzt gehört habe.

Praxis besteht nicht darin, die Fähigkeit eines anderen Menschen zu beurteilen. Sie besteht darin, die Dharma-Rede, die mich erreicht hat, nicht einfach vorbeiziehen zu lassen, sondern von meinem eigenen Ort aus auch nur einen richtigen Schritt zu tun. Wenn wir uns bewegen, ohne einen kleinen Moment der Achtsamkeit zu verlieren, kann auch ein langsamer Mensch beständig auf dem Weg stehen.

Schauen Sie heute weniger darauf, wer schnell und wer langsam ist. Prüfen Sie vielmehr, wie aufrichtig sich Ihr eigener Geist nach dem Hören der Dharma-Rede bewegt. Da das Mitgefühl ohne Unterscheidung bereits scheint, empfangen Sie dieses Licht und gehen Sie den Weg der Praxis mit aller Kraft.

Auch wenn jeder Mensch eine andere geistige Fähigkeit hat, scheint das Mitgefühl des Buddha wie die Sonne auf alle; wir brauchen nur dem Gehörten entsprechend zu handeln und mit aller Kraft zu praktizieren.

Praktizierende haben unterschiedliche geistige Fähigkeiten, doch das Mitgefühl des Buddha scheint gleichmäßig auf alle. Manche verstehen schnell, andere bewegen sich langsam. Entscheidend ist nicht der Vergleich, sondern das Herz, das dem Gehörten entsprechend sofort praktiziert.

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