Viele geschickte Mittel weisen auf eine wahre Natur hin
Im Buddhismus gibt es viele Buddhas und Bodhisattvas sowie viele Wege der Praxis und Lehre. Für jemanden, der ihnen zum ersten Mal begegnet, kann der Weg kompliziert wirken, weil es so viele Wege zu geben scheint.
Doch diese vielen Wege sind geschickte Mittel, die entsprechend den Fähigkeiten fühlender Wesen geöffnet werden. Für den einen wird Gebet zum Weg, für einen anderen wird Seon-Meditation zum Weg, und für wieder einen anderen werden Bodhisattva-Handeln und die Praxis des Mitgefühls zum Weg. Ihre Formen unterscheiden sich, aber ihre Absicht ist dieselbe: fühlende Wesen zum Erwachen zu führen.
Geschickte Mittel sind nötig, weil der Geisteszustand und die Tiefe des Verständnisses bei jedem Menschen verschieden sind. Der Buddha hat nicht eine Wahrheit gewaltsam in nur eine Form gezwungen. Er öffnete viele Türen, damit fühlende Wesen eintreten konnten.
Wenn wir aber nur bei den geschickten Mitteln selbst bleiben und an Namen und Formen haften, verfehlen wir den ursprünglichen Zweck. Bhaisajyaguru Buddha, Avalokitesvara Bodhisattva, die vielen Sutras und die vielen Praxisweisen sind alles Wege, die uns letztlich helfen, den ursprünglich klaren Geist, die Buddha-Natur, zu sehen.
Prüfe heute, worauf die Form, der du folgst, hinweist. Es mag viele Namen geben, aber der Ort, auf den sie zeigen, ist einer. Wenn wir diese eine wahre Natur nicht vergessen, können wir geschickte Mittel auch weise nutzen.
Die vielen Namen von Buddhas und Bodhisattvas und die vielen Methoden der Praxis sind geschickte Mittel, die den Fähigkeiten jedes Wesens entsprechen. Bleibe nicht nur bei Formen und Namen; sieh, dass all diese Wege auf den ursprünglich klaren Geist hinweisen.